Die Rekonstruktion

Die Kreisgrabenanlage von Goseck ist der früheste archäologische Beleg für systematische Himmelsbeobachtungen. Das imposante Monument besteht aus einem fast kreisrunden Graben von rund 70 m Durchmesser, der von einem Wall umgeben ist. Im Inneren des Kreises sind über drei Meter hohe Stämme in die Erde eingelassen und bilden zwei Palisadenringe. Damit wird der Blick ins Innere verhindert und schafft von innen neue Horizonte. Durch Wall, Graben und Palisadenringe ziehen sich drei Unterbrechungen in die Himmelsrichtungen Norden, Südosten und Südwesten.

Am Tag der Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres, kann man beobachten, wie im Südwesttor der Kreisgrabenanlage die Sonne untergeht. Am Morgen danach geht die Sonne im Südosttor wieder auf. Es wird vermutet, dass die Kreisgrabenanlage als Versammlungs-, Kult- und Gerichtsplatz diente.

Das Sonnenobservatorium wurde komplett ausgegraben und an der originalen Stelle exakt rekonstruiert. Wie vor 7.000 Jahren, als die Anlage von steinzeitlichen Bauern errichtet wurde, ist auch heute wieder der Lauf der Sonne in der Anlage zu beobachten. Neben der optischen Wirkung des steinzeitlichen Heiligtums hinterlässt die besondere Akustik im Inneren der Anlage einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern.

 

Es empfiehlt sich, den Besuch am Standort Goseck mit dem Besuch des zugehörigen Informationszentrums im Schloss Goseck zu beginnen.

Führungen
Der Verein Gosecker Sonnenobservatorium e.V. bietet öffentliche Führungen am Sonnenobservatorium an: April-Oktober, sonntags sowie an Feiertagen, jeweils um 14.30 Uhr und um 15.15 Uhr. Treffpunkt ist an der Kreisgrabenanlage. Kosten: 2,00 € pro Person, ermäßigt 1,00 € pro Person.

Anmeldung von Gruppenführungen
Verein Gosecker Sonnenobservatorium e.V., Frau Oelke
T: 03443 200561
Mobil: 0176 40123415
verein@sonnenobservatorium-goseck.info
www.sonnenobservatorium-goseck.info

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