Der Fundplatz

Die Dolmengöttin

Als man bei den Ausgrabungen am Steinkammergrab die Sandstein- und Muschelkalkplatten entfernte, kam eine weithin einmalige 1,76 m große Menhirstatue zum Vorschein. Auf dem Oberteil dieser Stele befinden sich zahlreiche Ritzungen, welche in stark vereinfachter Form die Dolmengöttin (weibliche Gottheit) und ein Axtmotiv als Statussymbol des Mannes darstellen. An den Seiten der Göttin zeigen sich deutliche Glättspuren, welche auf einen religiösen Brauch hindeuten. Von der Berührung des Menhirs erhoffte man sich womöglich Fruchtbarkeit für Mensch, Tier und Feldfrüchte. Auf dem Boden der Grabkammer wurden außerdem Schmuckstücke aus Tierzähnen, Kupfer, Knochen und Bernstein gefunden. Die Funde datieren ca. 3.600 bis 2.700 v. Chr.

Die Dolmengöttin am Fundort ist eine Kopie. Die originale Stele befindet sich im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle.

Die Eichstädter Warte

Unmittelbar neben dem Großsteinkammergrab und der Dolmengöttin steht ein Wartturm. Er ist Bestandteil eines hochmittelalterlichen Landwehrsystems. Alljährlich lädt der Warteverein e.V. Langeneichstädt am Pfingstsonntag zu einem Fest auf dem Gelände ein. Besucher haben dann die seltene Gelegenheit, die Warte zu besteigen. Auch am Tag des offenen Denkmals im September stehen Vereinsmitglieder vor Ort bereit und beantworten Fragen zur Warte und zur Dolmengötting.

Aktuelles

Die Himmelsscheibe von Nebra wird in der Sonderausstellung Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland im Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert. Die Ausstellung vereint die spektakulärsten archäologischen Neufunde der letzten 20 Jahre von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. 

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