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Himmelsscheibenradweg

Bild 1
Himmelsscheibenradweg (Foto: Müller)

Der Himmelsscheibenradweg (HSRW) verbindet den Mittelberg bei Wangen, den Fundort der "Himmelsscheibe von Nebra", mit ihrem Aufbewahrungsort, dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Er zählt zu den überregionalen Radwegen in Sachsen-Anhalt und ist Bestandteil der Tourismusroute "Himmelswege".

Der Dolmenradweg, als zweite Radstrecke der Himmelswege, verbindet den Himmelsscheibenradweg in Querfurt mit dem Sonnenobservatorium in Goseck und endet schließlich auf dem Saaleradweg.

Gemeinsam mit jenem Saaleradweg und dem Unstrutradweg bildet der Himmelsscheibenradweg eine ringförmige Route, die dem Radfahrer nicht nur die archäologisch bedeutsamen Orte erschließt, sondern auch die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Region nahebringt.

Die 73 km lange Strecke verfügt über mehrere Schnittstellen mit dem schienengebundenen Nahverkehr (Nebra, Querfurt, Röblingen, Halle) und tangiert große Parkplätze (z.B. Wangen, Hermannseck, Querfurt, Röblingen, Seeburg, Halle), so dass eine individuelle Gestaltung kleinerer Radtouren auf verschiedenen Abschnitten möglich ist.
Entlang des Weges gibt es genügend Rastplätze (z.B. Ziegelrodaer Forst, Querfurt, Röblingen), Gaststätten (z. B. Wangen, Hermannseck, Leimbacher Gasthof, Querfurt, Röblingen, Aseleben, Seeburg, Halle) und Übernachtungsmöglichkeiten (z.B. Querfurt, Halle und Nebra/ Wangen).

Variante:
Besonders zu empfehlen ist die Strecke Röblingen- Querfurt- Nebra. Für Radfahrer, die nur eine gemütliche Route suchen, sind die 45km genau richtig. Eine weitere Idee ist die Übernachtung in Nebra und dann die Weiterfahrt auf dem herrlichen Unstrutradweg.

Wegeverlauf:
Der Himmelsscheibenradweg wurde in den letzten Jahren bedeutend verbessert und ist auf seiner gesamten Länge ausgeschildert.

Link zur Route hier:

Es ist dennoch ausdrücklich zu empfehlen, eine gute Radkarte mitzuführen, denn leider ist es immer möglich, dass durch Vandalismus Wegweiser zerstört sind. Ferner gibt es abseits des Radwegs auch weitere interessante Ziele, deren Besuch sich lohnt (z.B. die Eichstädter Warte, die Weidaquelle, das Schloss Lodersleben, das Märzenbechertal und weitere sehenswerte Orte).
Diese Ziele fern der Radstrecke und die Sicherheit, den Weg nicht zu verlieren, lohnen die kleine Investition in eine Karte.
Achtung: Anfang 2014 wurde die Route zwischen Röblingen und Schraplau in die Nähe der Weida umverlegt. Die Änderung der Beschilderung erfolgt voraussichtlich erst Mitte 2015.

 

 

Kartenempfehlung:
Fahrradkarte Halle (Saale) des Verlages "grünes herz"
Die dritte Auflage wurde umfangreich überarbeitet und die Himmelswege besonders gekennzeichnet. Zusätzlich gibt es für den südlichen Bereich die Radkarte Naumburg mit Kennzeichnung der Arche Nebra.

Von Wangen aus ist es leicht, dem Himmelsscheibenradweg zu folgen. In Wangen zweigt er am Bahnübergang vom Unstrutradweg ab. Eine Asphaltstraße führt bergauf zum Erlebniszentrum "Arche Nebra", das zum Verweilen einlädt. Weiter führt der Weg bis zur Abzweigung Mittelberg. Hier ist ein Abstecher über eine gut ausgebaute Stichstraße zum Aussichtsturm am Fundort der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg zu empfehlen.

Der Himmelsscheibenradweg verläuft weiter auf gut ausgebauten Wegen durch die Laubwälder des  Ziegelrodaer Forstes bis zum Tiergehege Hermannseck. Vom Parkplatz Hermannseck bis nach Leimbach verläuft der Radweg auf einem asphaltierten Weg parallel mit der Landesstraße L 172.

Variante:
Bei gutem Wetter empfiehlt es sich, am Kiosk Hermannseck die Strasse zu queren und durch das Naturschutzgebiet "Trift" auf einem Wiesenweg, bei gleichmäßig schwachem Gefälle, nach Leimbach zu fahren. Unterwegs laden Parkbänke und Wetterschutzhütten zum Verweilen und Genießen der Natur ein.

Die Fahrt geht weiter auf guten und teilweise asphaltierten Wegen in Richtung Querfurt. Unterhalb des Querfurter Stadtwaldes führt die Strecke zum Braunsbrunnen im Querfurter Stadtteil Thaldorf. Querfurt wird weiter auf ruhigen Straßen, und fast immer am neu gefassten Quernebach entlang, durchfahren. In Querfurt lohnt ein längerer Aufenthalt, um der sanierten Altstadt, der prächtigen Burganlage und anderen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten.

Nach Querfurt führt der Weg weiter bis Obhausen, teilweise an der Querne und an ausgedehnten Hopfendarren entlang. In Obhausen mündet der Quernebach in die Weida, die später, auch am Himmelsscheibenradweg, in die Salza und diese wiederum in Salzmünde in die Saale mündet.
Weiter geht es auf neu ausgebauten Wegen an der Griebitzschmühle vorbei nach Kuckenburg und an der Hagenmühle entlang nach Esperstedt. In Esperstedt führt die ausgeschilderte Route über die wenig befahrene Strasse nach Schraplau.

Variante:
Auch hier ist es bei gutem Wetter empfehlenswert zu überlegen, einen wenig befestigten Weg durch das Naturschutzgebiet Weidatal  zu nehmen um einen kleinen Berg zu umfahren. Anschließend geht es wieder durch die schöne Landschaft und man erreicht in Schraplau das Freibad.

Der Weg führt an Esperstedt an der Weida entlang und ist leicht zu finden. Er führt an der Abbiegung zum Schraplauer Berg vorbei, geradeaus über die Weidastrasse zu einem kleinen Steg über den Bach. Von hier aus folgt er dem Weidaweg, der parallel zu einer stillgelegten Bahnlinie verläuft.
Nachdem der Weg Schraplau an der Wasserturmsiedlung verlässt, erreicht er nach etwa 600 Meter Feldweg die L176.
Der Himmelsscheibenradweg führt nun bis zur Gemeinde Aseleben am Süßen See über diese Landesstraße. Besonders außerhalb der Ortslage ist Vorsicht geboten.

Variante:
Um die L 176 zwischen Röblingen und Aseleben zu vermeiden, ist es möglich, über den strassenbegleitenden Radweg oder den Ottilienweg (Parkweg am Ortsausgang von Röblingen) nach Unterröblingen  und von dort über die neu ausgebauten und schattigen Radwege über Amsdorf nach Wansleben zu fahren. Unterwegs bietet sich von einer kleinen Erhebung (Feldherrenhügel) am Radweg einen ausgezeichneten Blick auf den salzigen See und dessen Umgebung.

Nach der Überquerung der B80 folgt linkerhand der Kerner See, ehe wieder die ausgeschilderte Route des HSRW erreicht wird.

Auf durchgängig asphaltierten Wegen führt der Himmelsscheibenradweg von Aseleben nach Seeburg, wo er den Radweg Saale-Harz erreicht und mit diesem auf einer gemeinsamen Trasse über Langenbogen, Zappendorf und Lieskau, durch das Salza Naturschutzgebiet und die Dölauer Heide, bis nach Halle (Saale), zum Museum für Vorgeschichte, führt.

Von Halle aus ist es möglich, der Beschilderung der Saale Richtung Quelle zu folgen, um nach 55 km das Schloss mit dem Informationszentrum und das Sonnnenobservatorium in Goseck zu erreichen.

Hinweis:
Die Fähre in Leissling verkehrt ab 2014 nicht mehr.

Sie erreichen Goseck
- ab Weißenfels /Saaleradweg: die ehemalige linksseitige Variante des Saaleradweges bis nach Goseck
- ab Großjena/Unstrutradweg über Dobichau
- ab Querfurt, Braunsbedra, Geiseltalsee auf dem ausgeschilderten Dolmenradweg



Eine Weiterfahrt auf dem Saaleradweg Richtung Naumburg und auf dem Unstrutradweg über Freyburg und Laucha führt in das Weinanbaugebiet und bietet die Möglichkeit, neben dem Naumburger Dom oder dem Schloss Neuenburg die einmalige Kulturlandschaft zu genießen.

Distanz Naumburg- Wangen: ca. 40 km

Auf dem Saale- und Unstrutradweg weisen die Symbole und Richtungsangaben den Weg. Weitere Informationen befinden sich im Netz auf den Seiten des Saaleradweg und des Unstrutradweg.