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Sachsen-Anhalt Tourismus
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Fundort der Himmelsscheibe



Der Fundort der Himmelsscheibe befindet sich etwa 3,5 km vom Besucherzentrum Arche Nebra entfernt auf dem Mittelbergplateau. Dort ist ein 30 m hoher und um 10° geneigter Turm in der Nordsüd-Achse auf die Fundstelle gerichtet und fungiert als Zeiger einer überdimensionalen Sonnenuhr. Ein vertikaler Schnitt durch den Turm markiert die Linie, in der die Sonne zur Sommersonnenwende untergeht. Diese Linie bildet zugleich die Sichtachse zum Brocken ab, dem höchsten Berg des Harzes und ein Orientierungspunkt für die Nutzer der Himmelsscheibe. Vom Aussichtsturm aus lassen sich über die heutigen Baumkronen hinweg die bronzezeitlichen Himmelsbeobachtungen wieder nachvollziehen. 

Das Bergplateau wird von einer eisenzeitlichen Ringwallanlage umschlossen und von zwei Abschnittswällen begrenzt. Die Ringwallanlage ist teilweise wieder hergestellt und in Form eines mit Gras bewachsenen Erdwalles modelliert. Die Sichtbeziehungen, die vom Aussichtsturm aus hergestellt werden können, nehmen Betonbänder im Boden auf und helfen, den Blick zu den entsprechenden Punkten zu lenken. Ein „Himmelsauge“ markiert den Fundort selbst. Es verbindet Himmel und Erde an der Stelle, wo 3600 Jahre lang ein Bild des Himmels – die Himmelsscheibe – im Boden verborgen lag. Die leicht gekrümmte Scheibe aus poliertem Edelstahl dient als Himmelsspiegel und stellt so einen subtilen Zusammenhang zwischen dem Himmel und dem Fundort her.

 

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